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Aufmacher  Paddockplatten Ohne Unterbau Gross

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Die günstige Lösung?

Die oben beschriebenen Lösungen sind in den meisten Fällen der beste Weg, um dauerhaft Lösungen gegen den Matsch zu finden, doch wir waren neugierig, ob es nicht noch günstigere Möglichkeiten gibt, die auch auf längere Sicht eine Alternative darstellen. Auf unserem Trail haben wir deswegen an drei Stellen vergleichsweise günstige Paddockplatten direkt in den Untergrund gelegt und geschaut, was passiert. Als Platten nutzen wir die Terra-Grid E 35, die unter anderem Namen z.B. auch bei Haas-Pferdesport erhältlich ist. Allerdings gibt es die Platte direkt beim Hersteller unter www.novus-hm.de meistens günstiger, sodass man auf Quadratmeterpreise von unter 10 Euro kommt.
Neben einem Aussichtshügel, auf dem die Platten liegen, haben wir auch noch zwei Stellen damit versehen, die häufig von den Pferden begangen werden und entsprechend schnell matschig werden. Die Platten auf dem Aussichtshügel haben wir bei trockener Witterung im Sommer verlegt, an den beiden anderen Stellen bewusst erst im Winter, als schon alles matschig und uneben war, um zu prüfen, in wie weit sich damit Abhilfe schaffen lässt.

 

Bild 3

Die Platten vor der Heuraufe wurden direkt in den Schlamm gelegt und dann mit Sand verfüllt.

 

Nicht schlecht, aber …

Die im Sommer auf trockenem und relativ glattem Boden verlegten Platten haben sich eindeutig bewehrt. Die Pferde laufen häufig über den Aussichtshügel, machen auf den Platten Drehungen und egal bei welcher Witterung, der gesamte Verbund hält relativ gut zusammen. Da sich der komplette Hügel noch etwas gesetzt hat, ist keine völlig ebene Oberfläche entstanden, an einigen Stellen haben sich kleine Hohlräume unter den Platten gebildet, wo es dann auch dazu kommt, dass Verbindungen auseinandergehen. Abhilfe lässt sich hier relativ leicht mit etwas Füllmaterial wie Sand schaffen, den man durch die Platten durchrieseln lässt, um so das Untergrundniveau anzuheben, bis die Platten wieder auf gleichem Niveau liegen.

 

Bild 4

Auch an diesem viel genutzen Ein- und Ausgang zum Stall liegen die Platten sehr gut, zumal hier der Matsch noch schlimmer war. Allerdings sorgt hier eine zusätzliche Sandschicht unter den Platten für ein ausgeglicheneres Niveau.


Das einzige, was wir bei einer weiteren Verlegung noch ergänzen würden, wären Randbefestigungen, zum Beispiel aus Baumstämmen oder Holzbalken, um die Ränder der Paddock-Platten zu schützen. Die Erde darunter wird durchaus von den Pferden weggetreten. Eine Umrandung bietet hier mehr Schutz und hält – gerade bei kleineren Bereichen, die mit Platten ausgelegt werden – die Konstruktion an ihrem Platz. Die Umrandung werden wir auch noch bei den beiden Bereichen ergänzen, die wir im Winter in den Matsch verlegt haben, da sich hier eine ähnliche Problematik abzeichnet. Abgesehen davon, hat sich sogar diese „extremere“ Verlegeart in der Praxis als durchaus tauglich erwiesen. Am Stallausgang haben wir allerdings mit unverdichtetem Sand eine relativ gerade Fläche geschaffen, da wir einen Niveauausgleich zur Türöffnung haben wollten.

 

platte hoch

Hier sieht man die Platte oben rechts, die sich nach oben bewegt hatte, da der Sand nach rechts "abgeflossen" war. Mit kleinen Nacharbeiten konnte das Problem behoben werden.

 

Sobald die Paddock-Platten darauf lagen, haben wir diese ebenfalls mit Sand verfüllt und durch unser Eigengewicht leicht in die Sandunterschicht eingearbeitet. Es gab eine Stelle, an der der Sand zur Seite „weggeflossen“ ist, sodass die Platte dort sich nach oben bewegte. Mit etwas nachträglich eingebrachtem Sand ließ sich das schnell beheben. Bei der Stelle an der Raufe war der Boden nicht ganz so schlammig und feucht und nur ein wenig uneben. Hier haben wir die Platten direkt in die Erde gelegt und mit Sand verfüllt. Durch Springen und Rütteln fällt dieser gut durch die Platten und füllt die Leerräume. Eventuell noch mal mit dem Schlauch alles nass machen und mit weiterem Sand auffüllen.
Auch an dieser Stelle hält die Befestigung bis jetzt sehr gut, auch wenn sie ebenfalls keine völlig plane Fläche bildet.

 

Bild 6

Bei den im Sommer auf trockenem Untergrund verlegten Platten gibt es kaum Probleme, die nicht mit einfachen Nacharbeiten beseitigt werden können. Nur eine Umrandung sollte hier noch ergänzt werden.

 

Fazit

Diese einfache, schnelle und relativ günstige Art der Verlegung können wir durchaus empfehlen, wenn kleinere Stellen befestigt werden müssen. Der Nachteil der Nicht- bzw. eingeschränkten Befahrbarkeit ist an den getesteten Stellen – zumindest für uns - kein Problem. Durch den Sand und das Eigengewicht liegen die Platten erstaunlich gut und fest. Sobald eine Umrandung dazu kommt, dürfte das noch einmal besser werden.
Bei größeren Flächen würden wir jedoch mit einem entsprechenden Unterbau arbeiten, um eine möglichst ebene Unterlage zu schaffen, auf der die Platten deutlich besser liegen. An dieser Stelle sollte man dann durchaus noch einmal überlegen, ob dann nicht ein kompletter 3-Schicht-Aufbau angelegt wird, um ein für alle Mal Ruhe zu haben.

 

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