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{jcomments on}Beim CHIO 2018 gab es Fotos und Filme von Vorgängen auf dem Abreitplatz, die einen großen Aufschrei in den sozialen Medien nach sich zogen. Wir haben bei der StädteRegion Aachen nachgehakt, wie man dort dazu steht.

In einer Pressemeldung weist die StädteRegion Aachen nicht nur auf ihren Stand beim CHIO hin, sondern betont auch die langjährige CHIO-Partnerschaft. Sie richtet zudem das Zwei-Phasen-Springen „Preis der StädteRegion Aachen“ aus. Zusammen mit dem Aachen-Laurensberger Rennverein organisiert das städteregionale Bildungsbüro außerdem den CHIO Aachen-Kindertag. Sicher dürfte ein solches Turnier für die Stadt und Region natürlich ein wichtiges Event und Aushängeschild gleichermaßen sein, denn der Werbewert, der von solchen Veranstaltungen ausgeht, sorgt für ein gutes Image und spricht viele Menschen an.
 
Wir haben das Veterinäramt der StädteRegion Aachen nach dessen Einschätzung der Vorfälle am Abreitplatz gefragt und bei der Verwaltung darum gebeten, uns über die Förderung des CHIO durch die StädteRegion Aachen zu berichten.

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„Die geschilderten Vorfälle und Facebook-Einträge waren hier nicht bekannt“, wie Detlef Funken von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit uns schildert und ergänzt: „Die Tierärzte des Amtes für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen schauen sich zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen der FEI alle Pferde im Rahmen des Gesundheitschecks „fit to compete“ an. Außerdem stellen wir Gesundheitsbescheinigungen für den Weitertransport der Tiere in andere Länder bzw. die Rückreise bei internationalen Teilnehmern aus. Amtstierärzte sind nicht als Aufsicht an den Abreiteplätzen tätig.
Die Aufgaben des Amtes für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen wurden 2009 im Rahmen der Bildung der StädteRegion Aachen auf die neue Behörde übertragen.“
Wir haken an dieser Stelle nach und wollen wissen, wie die Verwaltung die dargestellten Ereignisse aus tierschutzrechtlicher Sicht beurteilet und ob nicht nur der Verein/Veranstalter bei solchen Vorfällen in der Pflicht ist, sondern auch das Veterinäramt bei solchen möglichen Verstößen im Umgang mit Pferden nicht ebenfalls aktiv werden müsste.
Detlef Funken antwortet darauf: „Der Tierschutz genießt in der StädteRegion Aachen einen hohen Stellenwert! Deshalb stellt er die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte vor anspruchsvolle und zeitaufwändige Aufgaben, die neben hohem Fachwissen ein besonderes Geschick im Umgang mit Tieren und Menschen erfordern.

Landwirtschaftliche Tierhaltungen, Schlachthöfe und Tiertransporte sind ebenso zu überwachen wie Tierversuchseinrichtungen, Zoohandlungen und Zirkusbetriebe. Auch die für den gewerblichen Umgang mit Tieren erforderliche Erlaubniserteilung setzt eine genaue Überprüfung der Haltungsbedingungen und der verantwortlichen Personen voraus.

Nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes sind so z.B. Reit- und Fahrbetriebe, Tierpensionen, aber auch private Hunde- und Katzenzuchten erlaubnispflichtig. Neben diesen Aufgaben macht die Erstellung von Gutachten im Rahmen der Aufarbeitung von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz einen wesentlichen Teil der Tagesarbeit aus.

Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf das Wohlergehen von Pferden. Deshalb hat Städteregionsrat Helmut Etschenberg die Tierschützerin Romy Lang aus Aachen als ehrenamtliche Mitarbeiterin für notleidende Pferde beauftragt.
 

Birgit Fechner Beitragsbild


Häufig geht es dabei um nicht artgerechte Tierhaltungen, die oftmals durch Privatpersonen oder durch Tierschutzvereine angezeigt werden.

Bei Ihren Einsätzen für notleidende Equiden (Einhufer, wie Pferde, Esel, Zebras oder deren Kreuzungen) ist Lang offiziell mit der Entgegennahme von eingezogenen bzw. beschlagnahmten Tieren, deren Transport, Betreuung, Verwahrung und Vermittlung im Einvernehmen mit dem Amtstierarzt beauftragt. Details hierzu regelt ein Betreuungsvertrag zwischen der StädteRegion Aachen und der Gemeinnützigen Tierschutzgesellschaft (GTG).

Wir wollen zum Schluss wissen, was passieren würde, wenn jemand beim Veterinäramt diese Vorgänge anzeigen würde. Detlef Funken dazu: „Wir gehen in jedem Jahr hunderten Anzeigen nach. Eine Überwachung der Trainingsmethoden ist angesichts der Aufgabendichte nicht möglich!“

Auf unsere Frage nach möglichen Förderungen des CHIO und deren Umfang seitens der Stadt Aachen antwortet uns Rita Klösges vom Fachbereich Presse und Marketing der Stadt Aachen: „Die Stadt Aachen unterstützt und begleitet den CHIO infrastrukturell wie auch in logistischer Art und Weise.
Bei diesem alljährlich stattfindenden traditionellen Ereignis von hohem Wert für Aachen übernimmt der Aachener Stadtbetrieb (ein städtischer Quasi-Eigenbetrieb) zum Beispiel die erhöhte Grünpflege im Stadtgebiet - nicht auf dem Turniergelände des ALRV.

Des Weiteren gibt es beispielsweise einen Shuttle-Dienst der ASEAG bzw. Preisgelder der Sparkasse Aachen. Indirekt ist die Stadt Aachen über diese Unternehmen involviert.

Eine direkte finanzielle Förderung von der Stadt Aachen erhält der CHIO nicht.“

 

Foto © StädeRegion Aachen Pressemeldung

 

 

 

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