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Aufmacherfende Gross

Ein elektrischer Weidezaun ist nur solange hütesicher, wie ausreichend Strom durch seine Leiter fließt. Als Pferdehalter weiß man nur zu gut, wie gerne Weidezaunbänder nach einiger Zeit und mit entsprechenden Außeneinflüssen ihre Leitfähigkeit einbüßen oder auch reißen können. Mit dem Zaunwächter von Luda.Fence hat man nun seinen Zaun immer im Blick.

Der Grundgedanke ist bestechend einfach: Man nehme eine elektronische Schaltung, packe sie in ein wasserdichtes Gehäuse und versehe das Ganze mit der Möglichkeit, mit einer App auf einem Smartphone zu kommunizieren. Ganz egal, ob man den Zaun einer entlegenen Offenstall-Weide oder den direkt am Haus befindlichen Zaun des Stalles prüfen möchte, ein Blick auf´s Handy genügt, um zu wissen, welche Spannung gerade am Zaun anliegt oder ob es ein Problem gibt.
Soweit so gut, solche Systeme gibt es durchaus schon zu kaufen, z.B. in Verbindung mit einem entsprechende hochwertigen (und kostspieligen) Weidezaungeräts. Mit dem Luda.Fence lassen sich aber auch alle herkömmlichen Zäune einfach überwachen, unabhängig vom dort genutzten Weidezaungerät.

Wie funktioniert´s
Im Lieferumfang des Luda.Fence befindet sich neben dem eigentlichen Gerät ein 220-Volt-Ladegerät, ein Anschlusskabel zum Laden über eine 12 Volt Quelle, ein Kabel zur Verbindung mit dem Zaun sowie ein Kabel, um den mitgelieferten kurzen Erdungsstab anzuschließen. Die App für Android, iOS und Windows kann man sich kostenlos herunterladen.

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Die Verbindung zum Zaun kann an einem beliebigen Punkt des Zauns erfolgen, denn die Stromversorgung läuft wahlweise über den Hausstrom oder einen Akku. Bei Akkubetrieb sind rund zwei Monate Laufzeit realistisch und sobald der Akkuladestand zu gering wird, gibt es eine entsprechende Warnung. Einziger Nachteil im Akkubetrieb ist, dass die Zaunspannung bei Nutzung des Alarm+-Pakets nur alle 10 Minuten geprüft wird, was bei einem Ausbruch von Tieren zu lang sein kann. Im Netzbetrieb erfolgt das jede Minute. Ohne Alarm+ wird eine Spannungsprüfung für den Zaun alle 48 Stunden ausgeführt.
Eine grafische Verlaufsanzeige namens Fence Voltage Graph™ erlaubt Rückschlüsse darüber, ob ein Spannungsabfall über einen längeren Zeitraum passiert ist, wie es bei Bewuchs typisch wäre oder abrupt, wie bei Tier-bedingten Schäden.

Die Übermittlung der Werte erfolgt über eine integrierte SIM-Karte, die die Infos an Luda.Farm sendet. Es wird immer der Betreiber mit dem stärksten Signal auswählt, sodass der Zaunwächter auch an Stellen funktionieren kann, die vom eigenen Handyprovider nicht abgedeckt werden. Es sollte jedoch am gewünschten Aufstellungsort eine zuverlässige 2G (GPRS) Mobilfunkversorgung gewährleistet sein, um den Zaunwächter sicher betreiben zu können. Luda weist darauf hin, dies unbedingt vor dem Kauf zu überprüfen.
Sollte das Gerät für 48 Stunden keine Signale senden, erfolgt ebenfalls eine Warnmeldung.

Stärken
Eine sehr gute Idee ist die Verknüpfung von mehreren Luda-Produkten, die sich über die App gemeinsam verwalten lassen. So hat man z.B. die Bilder einer Luda-Hof-Kamera immer direkt im Blick, kann mit einem Smart-Schalter Elektrogeräte wie ein Weidezaungerät ein- oder ausschalten oder seinen Dieseltank überwachen lassen. Kostenlos dazu gibt es eine Aufgabenplanung innerhalb der App, die einen an wichtige Termine erinnert.
Die Inbetriebnahme ist übrigens sehr simpel und auch für technische Laien machbar. Die Überwachung des Zauns inklusiver aller Warnungen erfolgt bei Nutzung von Alarm+ sehr zuverlässig.
Der Zaunwächter funktionierte während der Erprobung wunderbar und ohne Ausfälle. Er ist eine willkommene Ergänzung für die tägliche Arbeit. Dank des Zaunwächters behält man seinen Zaun immer im Blick, ohne dafür am Zaun selber messen zu müssen.
Die grafische Darstellung hilft bei der Analyse von Ursachen. Sehr gut gefällt uns auch, dass das Gerät Warnungen bei niedrigem Akkustand oder Sendepausen von mehr als 48 Stunden verschickt.

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Preisfragen
Etwas problematisch sehen wir das Preismodell, das Luda für den Fence-Wächter benutzt. Der Anschaffungspreis ist mit 239,- Euro brutto kein wirkliches Schnäppchen, vor allem dann, wenn man mehrere Zäune überwachen muss. Hier wäre zu hoffen, dass eine größere Serienstückzahl für sinkende Preise sorgt.
Dazu kommen dann noch monatlich Kosten für Alarm+, denn um den Zaunwächter tatsächlich nutzen zu können, muss man eine Mitgliedschaft für mindestens 60 Euro pro Jahr abzuschließen. Ansonsten gibt es aktualisierte Spannungsmeldungen nur alle 48 Stunden und Alarm-Meldungen werden überhaupt nicht gesendet. Damit ist der Zaunwächter letztlich ohne Alarm+ nicht sinnvoll zu nutzen.
Da der Zaunwächter bei jeder Datenübermittlung Kosten bei einem Provider erzeugt, die von Luda getragen werden, ist es zwar nachvollziehbar, dass diese laufenden Beiträge nötig sind, aber es wäre schön, wenn man darauf besser hingewiesen würde, ohne erst scrollen zu müssen. Der deutsche Vertrieb Horizont hat nach unserem Test zugesagt, dies zu verbessern und die jährlichen Zusatzkosten klarer und prominenter anzuzeigen.

Wünsche
In unserer Erprobungsphase sind uns verschiedene Dinge aufgefallen, die wir uns für zukünftige Versionen anders wünschen würden.
Schön wäre es, wenn man mehrere Zaunwächter an einem Zaun installieren könnte, um zu wissen, wo in etwa der Strom abfällt. Vielleicht gäbe es auch die Möglichkeit, zu ermitteln, welche Litze oder welches Band an welcher Stelle des Zaunes eine Unterbrechung aufweist. Nach der Warnmeldung würde das die Suche der Fehlerstelle deutlich vereinfachen.
Gut wäre auch eine Verknüpfung mit einem Weidezaungerät, damit man sieht, warum eine Meldung erscheint. Schaltet z.B. jemand nur während des Mistens den Strom bewusst aus, würde man das sofort sehen und müsste nicht aktiv werden. Ebenfalls gut wäre es zu wissen, wenn es einen Stromausfall im zuleitenden Netz gibt, denn dann könnte man entscheiden, ob man z.B. übergansweise ein Batterie-betriebenes Gerät anschließt.
Und wo wir gerade im Wunschland sind: Wenn es so ein verknüpftes Weidezaungerät gäbe, könnte das auch gleich eine akkugestützte Notstromversorgung anbieten.
Gut wäre es zudem, wenn im Akkubetrieb die Benachrichtigungsfrequenz verändert werden könnte. Denn 10 Minuten können in manchen Fällen deutlich zu lange sein. Als Anwender kann ich dann auswählen, ob ich mit 10 Minuten auskomme oder lieber den Akku häufiger laden muss. Dazu wäre ggf. ein zweiter Akku als Nachrüstung oder im Austausch anzudenken.

Fazit
Der Luda.Farm Zaunwächter ist ein wunderbares Gerät, das schon jetzt sehr gut funktioniert. Es gibt jedoch noch eine Verbesserungsmöglichkeiten, um noch mehr Hütesicherheit zu erzielen, die hoffentlich als Update in den Zaunwächter Einzug halten werden.
Allerdings sollte man neben dem recht hohen Anschaffungspreis nicht vergessen, dass es jährliche Folgekosten gibt, die man einkalkulieren muss. Da gerade neue Weidezaungeräte auf den Markt kommen, die eine ähnliche Funktionalität, wie der Zaunwächter sie bietet, schon integriert haben, könnten sich preisliche Alternativen auftun, vor allem für Anwender, die über ein neues Weidezaungerät nachdenken. Für existierende Geräte ist der Zaunwächter aber auch unabhängig von diesen Marktentwicklungen eine gute Lösung für mehr Hütesicherheit.


Weitere Infos unter https://agrar.horizont.com/de/luda-fence-sensor.html

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