Dr. Harald Neymanns

Im Rahmen unserer Artikelreiche über die Vorgänge beim Abreitplatz beim CHIO 2018 haben wir auch beim Bundesinnenministerium in Berlin nachgefragt, ob solche Vorgänge eine Auswirkung auf die Förderung von Sportverbänden wie der FN hat.

Schaut man in den Unterlagen des Ministeriums nach, kann man nachlesen, dass die FN im Rahmen der Sportförderung im Jahr 2017 über 2,4 Millionen Euro erhalten hat. Deswegen haben wir nachgefragt, ob bei der Entscheidung über Sportförderungen im Falle der FN auch das Tierwohl mit berücksichtigt wird oder ob das in diesem sportlichen Sinne weniger bedeutsam ist.

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Dr. Harald Neymanns, Sprecher des Bundesinnenministeriums,  hat uns nach langer Wartezeit nun geantwortet: „Der CHIO Aachen ist ein internationales Turnier, das nach dem Regelwerk des Weltreiterverbandes FEI ausgetragen wird. Sowohl nach internationalem als auch nationalem Reglement sind aggressives Reiten und eine Zwangshaltung des Pferdes, die durch Krafteinwirkung hervorgerufen wird, nicht akzeptabel. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat die Vorfälle auf dem Abreiteplatz geprüft, die in Aachen in einem Fall auch zu einem Einschreiten geführt haben.
Das Bundesministerium des Innern fördert den Spitzensport, wenn mit seiner Ausübung eine positive gesamtstaatliche Repräsentation verbunden ist, die im Falle des Reitsports selbstverständlich auch unter Berücksichtigung tierschutzrechtlicher Rahmenbedingungen zu erfolgen hat. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung kommt ihren Verpflichtungen nach. Bei Zuwiderhandlungen, bzw., sofern keine hinreichende Aufklärung eines Vorgangs erfolgt, behält sich das Bundesministerium des Innern eine weitere Überprüfung, ggfls. auch mit förderrechtlichen Konsequenzen, vor.“


Foto: BMI

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