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Dr.Thomas-Gambke-kleinDr. Thomas Gambke, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen ist Mittelstandsbeauftragter und Mitglied im Finanzausschuss. Im Interview mit Country Reiten erklärt er, warum eine Pferdesteuer für ihn nicht der richtige Weg wäre.

Kannst du dich bitte den LeserInnen, die dich ggf. noch nicht kennen, in zwei, drei kurzen Sätzen vorstellen?

Mein Name ist Thomas Gambke, 63 Jahre, verheiratet, 3 Kinder. Ich bin Physiker von Beruf, habe zunächst in der Forschung gearbeitet - davon 6 Jahre in Rheinland-Pfalz (bei SCHOTT in Mainz) und dann im Management (Werkleiter und Sprecher der Geschäftsführung von SCHOTT Electronic Packaging in Landshut in Niederbayern. Und seit 2009 bin ich grüner Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

markusfussball1Das Thema Pferdesteuer erhitzt ja - vor allem in Hessen - derzeit die Gemüter. Was hältst du von einer Pferdesteuer?

Als Finanzpolitiker ist es meine Aufgabe, die Einnahmeseite des Staates zu stärken. Ganz besonders im Lichte der Schuldenkrise und der strukturellen Haushaltsdefizite (meint: die Ausgaben des Staates für die Aufgaben, die wir Bürger dem Staat übertragen haben - also Schulen, Straßen, Polizei, etc. - sind höher als die Einnahmen). Dennoch halte ich eine Pferdesteuer nicht für den richtigen Weg. Es wäre eine Sondersteuer mit beschränkter Ergiebigkeit. Sie würde recht zufällig gerade diejenigen treffen, die den Pferdesport als ihr Hobby gewählt haben (man könnte dann ja auch eine Fußballsteuer andenken). Und nicht zu vergleichen mit der Hundesteuer, die ja in gewissem Masse die Belastungen der Gesellschaft durch Hunde ausgleichen soll - als Berliner kann ich davon ein Lied singen.

 

Siehst du auch eine Gefahr, dass insbesondere in ländlichen Gemeinden, Arbeitsplätze gefährdet werden, wenn dort eine Pferdesteuer eingeführt wird? Man geht davon aus, dass an vier Pferden ein Arbeitsplatz hängt, ob in der Gastronomie, bei Tierärzten, Futterhandel, Ställen oder Schmieden.

Nein, ich sehe nicht wirklich, dass Arbeitsplätze gefährdet würden, denn ich würde keinen wirklich deutlichen Rückgang des Pferdesportes annehmen (es kommt natürlich immer auf die Höhe der Steuer an.)

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